Her mit der hellenischen Öko-Revolution!

This world I'm inheriting, isn't what it used to be...
Foto: Greekadman, Lizenz: CC-BY-NC-SA

In den letzten Wochen des Jahres 2008 gab es wegen der Ausschreitungen in fast allen Städten viele Berichte über Griechenland in den deutschen Medien. Neben der offensichtlichen moralischen Krise der wirtschaftlichen, politischen und kirchlichen Eliten steckt Griechenland aber auch in einer ökologischen Krise. Dabei könnte Griechenland durch eine konsequente ökologische Ausrichtung in vielerlei Hinsicht profitieren. In einer kleinen Artikelreihe zu dieser Thematik will ich Ideen und Entwicklungspotenziale aufzeigen.

Die Ausgangslage ist dabei ziemlich bescheiden. Griechenland gilt als ein Land mit einem sehr schlechten Umweltbewusstsein. Der „Nefos“, die Athener Smogwolke, galt für viele als Sinnbild dieser Tatsache. Müllhaufen aller Orten und „naturbelassene“ Strände runden das negative Bild ab, welches mitteleuropäische Urlauber im Kopf haben. In der jüngsten Vergangenheit kamen zwei Ereignisse hinzu: Erstens die apokalyptischen Waldbrände, gelegt oftmals von skrupellosen Bodenspekulanten und zweitens den zweifelhaften Titel, die dreckigsten Kohlekraftwerke Europas zu betreiben. Eine weitere Bedrohung der griechischen Inseln und Küstenlandschaften ist zudem der weltweite Klimawandel. Wenn der Meeresspiegel wirklich um mehrere Meter steigt, dann hat das für Griechenland drastische Auswirkungen. Die bereits erwähnten griechischen Kohlekraftwerke sind ein Teil der Ursache. Vor diesem Hintergrund ist klar: Nur wer heute in Klimaschutz investiert, kann auch morgen und übermorgen noch erfolgreich wirtschaften. Wirtschaftliches Wachstum darf nicht länger auf Kosten des Klimas und der Umwelt gehen.

Dies gilt auch für die griechische Landwirtschaft. Griechische Produkte hatten lange Zeit keinen besonders guten Ruf; zwar verfügt man über die ältesten Olivenhaine Europas, doch der berühmt-berüchtigte Retsina und die in griechischen Tavernen in Deutschland vorherrschende eher einfallslose Küche ließen keine Möglichkeit, Griechenland als ein Ort hervorragender landwirtschaftlicher Produkte zu präsentieren.

Zusammengefasst gibt es also drei große Bereiche, in denen Griechenland noch erheblichen Nachholbedarf hat: Erstens im allgemeinen Umweltschutz, wichtig auch um Griechenland als attraktiven Urlaubsort zu erhalten; zweitens in einer modernen Energieversorgung als aktiven Beitrag für den Klimaschutz und drittens im Bereich der Agrarwirtschaft.

Daniel Mouratidis

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3 Antworten zu “Her mit der hellenischen Öko-Revolution!

  1. Pingback: Daniel Mouratidis » Green Renaissance - Neuer Blog zur ökologischen Zukunft

  2. Umweltschutz scheint in Griechenland tatsächlich ein großes Problem zu sein. Wenn ich,als in Deutschland lebender Grieche, dieses Land besuche, bin ich oft entsetzt über das Vorgehen der Menschen dort. Es muß nicht sehr viel Geld kosten, um Umweltschutz zu ermöglichen. Es reicht schon,wenn in den Schulen das Nötige dazu beigetragen wird und wenn entsprechend ausreichende Mülltonnen aufgestellt und diese natürlich auch regelmäßig geleert werden. Nationalstolz sollte in deren Köpfen nicht nur in Bezug auf eventuelle Feindbilder reduziert werden,sondern auch in Bezug auf das Land als Solches . . .

  3. K. Mouratidis

    Hallo,
    dass der umweltschutz ein regelrechtes Fremdwort für den in Griechenland lebenden Griechen ist, ist weitgehenst bekannt. Mein Bruder ist seit 4 jahren in Athen und ist Mitgründer der Firma (denico.ug) die sich hauptsächlich mit der hier in Deutschland bereits weitverbreitenden Solar,Photovoltaik und Wärmedämmtechnologie befasst und versucht so langsam auch die griechische Gesellschaft zu mehr Umweltbewustsein und der Verantwortung bzw. auch den Vorteil durch die Natur klar zu machen. Jedoch ist nicht nur der griechische Bürger zu überzeugen, die Schwierigkeit die sich als erstes stellt , sind die Regierung und der undurchschaubare Verwaltungsapparat von dem es zig Genehmigungen und Beglaubigungen braucht um so ein Unternehmen zu etablieren und auch die Produkte zu verkaufen. Na ja als erstes sollte die ganze überflüssige Bürokratie abgeschaft werden, dass wäre der erste und wichtigste Schritt, der Rest würde von alleine schnell gehen!

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