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Poznań: Weichenstellung für das Klima

Industrial idyll III

Derzeit (noch bis zum 12.12.) findet im polnischen Poznań/Posen die 14. COP statt, also eine der großen UN-Konferenzen zum Klimawandel. Es geht um den Umsetzungsstand des Kyoto-Protokolls und um die Vorbereitung des Nachfolgeprotokolls. Die offiziellen Informationen dazu sind auf der Website der UNFCCC zu finden. Kritisch begleitet wird die Konferenz u.a. durch Germanwatch, die auf einer Sonderseite über Konferenzergebnisse berichten und über Hintergründe informieren.

Das bisherige Fazit von Germanwatch ist unerfreulich:

Gleich ist Halbzeit bei den Posener Klimaverhandlungen. Ernüchterung macht sich unter den Gruppen der Zivilgesellschaft breit. Die Weichen des Klimazugs, der eigentlich Richtung Kopenhagen erheblich Geschwindigkeit aufnehmen müsste, scheinen falsch gestellt zu sein und es scheint auch – im wahrsten Sinne des Wortes – nicht weniger, sondern mehr Kohle zur Feuerung des Zuges vorgesehen zu werden. […]

Vor allem die EU macht uns große Sorgen. Sie muss hier in Posen zeigen, dass sie nach den großen Ankündigungen im letzten Jahr auch tatsächlich ehrgeizig umsetzen will. So sieht es aufgrund der massiven Lobbyarbeit der Industrie aber gar nicht aus und die mageren Anstrengungen werden dann den Kopenhagen-Prozess massiv negativ beeinflussen.

Wer auf die EU — und hier insbesondere auf Bundeskanzlerin Merkel — einwirken will, die Weichen doch noch richtig zu stellen, und sich nicht von der Autoindustrie einpacken zu lassen, kann dies bei einer Aktion von Campact! tun, u.a. mit einer eMail an Merkel. Zum aktuellen Zeitpunkt fehlen noch 35 Unterschriften, um die 10.000 rund zu machen.

Till Westermayer